Tagesablauf im Konzentrationslager
Hetty, die nun für ihre Brüder sorgte, lernte den Tagesablauf im Konzentrationslager kennen.
In der Früh musste sie schauen, dass ihre Brüder und sie selbst genug zu essen bekamen.Was sie dabei schnell lernte war, dass jeder Mensch für sich selbst kämpfte und sich nur um sein eigenes Wohl kümmerte.Sogar ihr Onkel, der auch ins Konzentrationslager gekommen war, gab ihrer Familie ,die sehr viel weniger zu essen bekam, nichts ab.
Dann gab es stundenlange Zählappelle wo alle Bewohner, sogar Kinder ab 3 Jahren, aus einer Baracke sich draußen in der eisigen Kälte aufstellen mussten um gezählt zu werden und die SS Soldaten ließen sie dort auch mal 4 Stunden stehen wenn sie sich nicht richtig verhielten. Die Menschen froren, die kleinen Kinder und alten Menschen konnten sich nicht mehr auf den Beinen halten. Danach gingen die Bewohner in ihre Baracken zurück und versuchten sich zu erwärmen und die Zeit zu vertreiben. Am Abend gab es eine Scheibe Brot und dann ging man schlafen.
Nach den ersten Tagen gab es bereits Todesfälle,hauptsächlich wegen Unterernährung, aber Hetty und ihre Mutter gaben von ihrer Scheibe Brot jeweils noch die Hälfte für ihren Vater,der wegen der schweren Arbeit sich kaum auf den Beinen halten konnte,ab.Ihre Mutter versuchte Essen aus der Küche zu schmuggeln,was sehr gefährlich war, da wenn mann erwischt wurde man sofort umgebracht wurde.
Das Leben im Konzentrationslager war also auf keinen Fall ein schönes aber im Gegensatz zu später ging es ihnen am Anfang noch vergleichsweise gut.
Eines Tages wurde der Vater plötzlich mit hunderten anderen Männern vom Lager wegtransportiert, keiner wusste wohin und am nächsten Tag musste die Mutter von Hetty und ihren Brüdern ebenfalls gehen. Alle Kinder im Alter von 10 Monaten bis 18 Jahren wurden von ihren Müttern getrennt, Die Kinder ,sogar Säuglinge, wurden den Müttern aus den Armen gerissen und in einen anderen Wagen gesteckt. Hetty war eines der ältesten Kinder und übernahm nun nicht nur für ihre Brüder vollkommen die Verantwortung, sondern auch für alle anderen. Die Kleinsten hielt sie im Arm die anderen klammerten sich an ihre Beine,alle weinend, während sie versuchte sie zu beruhigen. Sie wurde sozusagen eine Ersatzmutter und ich bewundere es sehr wie sie mit ihren jungen 14 Jahren auch noch später mit dieser Rolle umgegangen ist.
Ich mag deinen Stil wie du schreibst. Ich lese mir sehr gerne deine Blogs durch.Sehr spannend!
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