Dienstag, 27. Januar 2015

Die harte Zeit bis zur Befreiung

Die Zustände wurden immer schlimmer.
Es kamen immer wieder neue Kinder verschiedener Nationalitäten zu ihnen ins Lager.
Obwohl sie sich nicht verstehen konnten, hielten sie alle zusammen und schafften es irgendwie zu kommunizieren. Der Platz wurde durch die vielen Kinder immer weniger, aber so konnten sie die Baracke zumindest ein bisschen mit Körperwärme erwärmen.
Es muss fürchterlich gestunken haben, da sie kein Gewand zum Wechseln hatten und sich auch nicht sehr gut waschen konnten noch dazu kam, dass sich nicht weit entfernt von ihnen das Leichenhaus befand.
 Es gab kaum noch etwas zu essen, die Menschen suchten nach Grashalmen und Blättern an Bäumen. Es waren so viele Leichen geworden, dass man sie nicht einmal mehr abtransportierte sondern einfach liegen ließ wo sie gestorben waren.
 Auch im Kinderhaus spielte die Nahrung eine große Rolle.
Ein paar Kinder waren so dünn geworden,dass sie, wenn sie aufs Klo gingen, den Darm nicht mehr im Körper behalten konnten. Viele wurden krank, es erwischte auch Hetty die eine lange Zeit nicht mehr vom Bett aufstehen konnte da sie keine Kraft mehr hatte. Vor ihrem Fenster wurde ein Massengrab für die Leichen errichtet. Dabei zuzuschauen wie die Häftlinge, die selbst schon halb tot waren, die Leichen eingraben mussten war widerlich.
Ein paar Arbeiter starben auch vor Ort und wurden einfach mit ins Grab geschmissen.
Obwohl das Leben immer schlimmer wurde gab es Hoffnung.
Die Engländer waren nämlich nicht mehr weit entfernt und würden sie hoffentlich retten. Und tatsächlich marschierten eines Tages englische Soldaten ins Lager und übernahmen die Kontrolle.
Die SS Männer mussten nun die Arbeit vollbringen und die Gefangenen waren endlich frei.
Die Kinder bekamen wieder etwas zu essen und die Engländer kümmerten sich rührend um sie.
Sie fragten die Kinder nach ihrer Zeit im Konzentrationslager aus. Auch Fotos wurden gemacht um den Leuten zu zeigen wie schlecht es den Menschen ergangen war. Der Krieg ging zwar außerhalb noch weiter, doch im Lager fühlte man sich jetzt sicher.
Eines Tages hieß es der Krieg sei vorbei und alle freuten sich diese schreckliche Zeit durchgestanden zu haben. Dass Kinder nach der Befreiung starben, da sie zu krank gewesen waren, machte einen umso trauriger.

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