Montag, 26. Januar 2015

Kinder sorgen für Kinder


Die Kinder lebten nun alleine in der Baracke,ohne Erwachsene, und niemand schaute nach ihnen. Hetty nahm nun mit 4 anderen, da sie die Ältesten waren, die Versorgung für 44 Kinder auf ihre Schultern. Sie versuchten Essen aufzutreiben und den Kindern eine Ersatzmutter zu sein. Selbst die kleinsten Kinder spürten in welch schwieriger Situation sie sich befanden und benahmen sich tadellos und machten was ihnen gesagt wurde. Nach einigen Tagen kamen 2 Frauen, sogenannte "Prominente" ,die von der SS besondere Privilegien bekommen hatten und die Häftlinge kontrollierten, um nach ihnen zu sehen. Am Anfang hatte man große Angst vor ihnen, doch im späteren Verlauf wurden diese 2 Frauen und noch 2 weitere zu engsten Vertrauten und Lebensrettern. Diese Frauen brachten ihnen also etwas zu essen und schauten hin und wieder nach den Kindern. Die Kinder lernten in der Baracke ihre eigene Routine, bis es auf einmal hieß, dass alle Kinder bis zum Alter von 13 Jahren in eine neue Baracke umziehen sollten. Hetty war aber schon 14 und musste sich somit von ihren Brüdern und anderen Kindern die sie lieb gewonnen hatte trennen.
Sie besuchte sie aber oft in der neuen Baracke und Luba,eine der Frauen, die in der neuen Baracke vollkommen für die Kinder sorgte,war beeindruckt wie Hetty mit den Kindern umging und bat darum, dass Hetty ebenfalls bei den Kindern bleiben durfte, weil sie sie sehr ins Herz geschlossen hatte. Das klappte zum Glück und so war Hetty wieder bei ihren Schützlingen.
 Doch die Zeit im Winter war hart. Luba konnte immer seltener etwas zu essen auftreiben und kam oft mit leeren Händen aus der SS Küche zurück zu der man eine Stunde Fußmarsch auf sich nehmen musste. Viele Kinder wurden krank und dann gab es den ersten Todesfall.
 Dieser Todesfall nahm die Kinder sehr mit, da sie inzwischen alle zu einer Familie zusammengewachsen waren. Doch wenn man sich das Leben rund herum ansah konnten die Kinder noch von Glück reden.
Überall auf den Straßen lagen Leichen. Die Leichenberge wurden immer größer, da die Menschen aufgrund von Unterkühlung,Unterernährung, der mangelnden Hygiene und der schweren Zwangsarbeit immer schwächer und kränker wurden bis sie auf der Stelle tot umfielen.

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