Heimkehr
Die Kinder blieben noch so lange im Konzentrationslager, bis sie wieder in ihr Land einreisen konnten. Eines Tages konnten auch Hetty und ihre Brüder zurück nach Holland gehen.Der Abschied von den Menschen,mit denen man monatelang zusammen ums Überleben gekämpft hatte und von jenen die einen befreit hatten ,war sehr schmerzhaft,doch man schwor sich in Kontakt zu bleiben.
In Holland angekommen wurden sie vorübergehend in einer Schule einquartiert, doch viele Menschen öffneten ihre Herzen und nahmen Kinder vorübergehend auf,auch der jüngste Bruder von Hetty wurde vorübergehend bei einem netten Ehepaar aufgenommen,solange bis man die ersehnte Nachricht erhielt nach Amsterdam fahren zu dürfen, wo Hetty und ihre Familie, wie einige andere Kinder auch, früher gelebt hatten.
Als sie dort ankamen, wurden viele Kinder von Verwandten erwartet die sich nun um sie kümmern würden. So löste sich in Amsterdam die letzte Gruppe der eng verbündeten Freunde auf.
Hetty hatte die Adresse von Familie Pomstra und eine nette Frau brachte sie und ihre Brüder dorthin. Als sie dort ankamen war Frau Pomstra sofort bereit sie aufzunehmen und erzählte ihnen ,dass ihre Eltern ebenfalls noch am Leben seien. Sie hatten der Familie Pomstra folgende Briefe geschrieben:
Brief der Mutter:
Liebe Familie Pomstra, ich bin in Schweden, in Malmö, und weiß nicht, wo mein Mann und meine Kinder sind. Ich glaube, sie sind tot und ich bin allein auf der Welt.
Brief des Vaters:
Meine liebe Frau und Kinder, ich lebe,ich lebe und ich bin sicher, ihr lebt auch.
Als erstes kam ihr Vater in Amsterdam an, doch er war sehr schwach und knochig.
Er war nämlich in ein Lager in der Nähe von Berlin gebracht worden, doch als die Front näher kam schickte die SS das ganze Lager auf einen Todesmarsch. Es starben unendlich viele Menschen bei diesen Marsch und auch Hettys Vater hätte fast aufgegeben, hätte ihn nicht ein Freund ermutigt.
So sieht man, dass auch zwischen Erwachsenen innige Freundschaften entstanden sind und dass man mit Willen überleben kann.
Die Mutter kehrte 3 Monate später aus Schweden zu ihrer Familie zurück und ihr war es, im Gegensatz zum Rest der Familie, noch einigermaßen gut ergangen.
Alle waren glücklich einander zu haben und wussten was für ein Glück sie hatten, alle überlebt zu haben.
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